Gebet

Es gibt unzählige Formen des Gebets, aus denen du auswählen kannst. © iStock_kieferpix

Artikel | 14.07.2016 | David Wiesner

Was bringt beten überhaupt? Und wie funktioniert Beten eigentlich?

Fast jeder hat es schon mal gemacht. Einige machen es täglich, Andere nur ein oder zwei Mal im Leben: Beten.

Zusammenfassung

  • Wer mit Gott spricht, kann leicht das Gefühl bekommen, am anderen Ende ist keiner.
  • Beim Beten pflegst du eine Freundschaft und die kann jeder so gestalten wie er möchte.
  • Beten kann unberechenbare Folgen haben. Dazu gehört auch, dass einfach nichts passiert.

Bekommst du keine Antwort?

Tuut….tuuutt…“Ja, hallo?“. Du: “Ja. Hey, grüß dich...ich..." - “Hier ist der Anrufbeantworter. Du kannst mir gerne eine Nachricht hinterlassen“ Bist du auch schon mal auf so eine AB-Ansage reingefallen? Da denkt man, man spricht mit jemandem, aber in Wirklichkeit ist die Person gar nicht dran.
Fühlst du dich bei dieser Erzählung an deine eigenen Versuche erinnert zu beten? Die wenigsten Menschen können berichten, dass Gott hörbar zu ihnen gesprochen hat. Und trotzdem haben fast alle Menschen auf der Welt schon mal gebetet, und sei es nur ein Stoßgebet gewesen. Aber bringt das überhaupt was? Und wie funktioniert Beten eigentlich?

Zitat

„Hört nicht auf zu beten!“


1. Thessalonicher 5,17

Mit dem Gebet wendest du dich an Gott

Gebet ist ein zentraler Bestandteil der meisten Religionen. Das ist im Christentum nicht anders. An einer Stelle heißt es: „Hört nicht auf zu beten!“ (1.Thess 5,17). Trotzdem gibt es viel Verunsicherung. Wie, wo, wann, wie oft und überhaupt wozu? Die Freunde von Jesus beschäftigten genau diese Fragen auch. Jesus hat ihnen daraufhin das „Vaterunser“ beigebracht. Damit hat er klar gemacht, dass wir uns an Gott wenden können, wie wir uns an unsere Eltern wenden.

Du kannst beten, wie du möchtest

An anderer Stelle betet Jesus, dann aber wieder improvisiert. Und genauso kannst du es auch machen: Manchmal möchte man sich bei Gott einfach auskotzen oder bedanken. Mal ist es nur ein Stoßgebet, dann wieder ein Lied. Oder es gibt auch Momente in denen man Gott feierlich und förmlich entgegenkommen möchte. Und manchmal fehlen uns einfach die Worte. Dann kann es hilfreich sein, ein vorformuliertes Gebet wie das "Vaterunser" zu sprechen oder man bittet einfach jemand anderen für einen zu beten. Es gibt unzählige Formen des Gebets, aus denen du auswählen kannst.

Gib Gott und dir Zeit

Und woher weiß du, dass du es richtig machst? Es kommt vor, dass Menschen beim Beten so angerührt werden, dass sie weinen müssen. Dem Einen fällt eine Last ab, der Andere fühlt sich zum Handeln angeregt. In den meisten Fällen aber passiert gar nichts.
Gott ist leider unsichtbar und daher ist das, was du von ihm mitbekommst oft im Detail versteckt. Wenn du das Gefühl hast, deine Gebete bringen nichts und Gott reagiert nicht, dann bist du in bester Gesellschaft. Gib dir und Gott Zeit, mach doch mal Pause. Du kannst jeder Zeit wieder einsteigen, egal wie lange du du nicht gebetet hast.

Tags: Suche, Gott, Zweifel


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