Symbole der Weltreligionen

Woran glauben eigentlich Angehörige der verschiedenen Weltreligionen? © Rakdee@iStock

Artikel | 09.01.2018 | Vanessa

Woran glauben sie denn?

Judentum, Buddhismus, Islam – was unterscheidet sie eigentlich? An wen und was glauben die Menschen ganz genau? Befremdlich, geheimnisvoll oder beängstigend wirken Dinge oft nur, weil mann sie nicht kennt, findet Vanessa. Das gilt auch für Religionen. Vanessa hat deshalb Steckbriefe von den fünf Weltreligionen zusammengestellt.

Name: Judentum

Judentum

Der sechszackige Davidstern ist das Symbol des Judentums. © iStock-tzahiV

Alter: Das Judentum ist die älteste monotheistische (nur ein Gott) Religion und ist mehr als 3000 Jahre alt. Als Väter des Judentums gelten Abraham, Isaak und Jakob
Gott: Jahwe 
Prophet: Moses ist im Judentum der höchste Prophet aller Zeiten, der Gott so nah kam, wie sonst kein anderer Mensch.
Messias: Die Frage um den Messias wird im Judentum diskutiert. Klar ist unter den Juden: Jesus war es nicht. Der hat zwar den Menschen etwas Neues von Gott erzählt, ob er aber der versprochene Retter war, ist umstritten. Manche Juden glaubten Jesus und so entstand aus dem Judentum das Christentum.
Buch: Tanach (Besteht aus Tora – im Deutschen auch "Fünf Bücher Mose" genannt – Propheten und Weisheitsschriften)
Gebetstag: Samstag (Schabbat)
Anhänger: 15 Millionen


Name: Christentum

Christentum

Jesus hat den Unterschied zum Judentum gemacht. © iStock-gustavofrazao

Alter: Das Christentum hat sich vor gut 2000 Jahren aus dem Judentum entwickelt.
Gott: Gott
Messias: Jesus! Christen glauben, dass Gott in der Gestalt von Jesus für kurze Zeit als Mensch auf die Erde kam, um den Menschen seine Liebe zu beweisen und sie durch seinen Tod und die Auferstehung von ihren Sünden zu befreien.
Prophet: Jesus und viele, viele andere, die von Gott berufen waren. Der erste Prophet war Abraham, der auch der Urvater der Juden, Christen und Muslime ist.
Buch: Bibel, bestehend aus Altem und Neuem Testament
Gebetstag: Sonntag
Anhänger: ca. 2 Milliarden


Name: Islam

Islam

Der Islam ist die jüngste der drei großen monotheistischen Religionen. © iStock-Ramilon

Alter:  Der Islam hat dieselben Urväter wie das Judentum und das Christentum, nämlich Abraham und seine Nachfahren. Ungefähr im Jahr 610, also vor rund 1.400 Jahren, lebte der arabische Kaufmann Mohammed. Ihm soll damals der Erzengel Gabriel erschienen sein. Der Erzengel soll Mohammed im Auftrag Allahs die ersten Verse des Korans gesagt und ihm dann immer wieder neue Verse erzählt haben. Aus diesen Versen entstand dann der Koran.
Gott: Allah
Messias: Im Islam wird kein Messias erwartet.
Prophet: Mohammed
Buch: Koran
Gebetstag: Freitag
Anhänger: 1,6 Milliarden


Name: Hinduismus

Hinduismus

Gurus sind die Lehrmeister der Hindus. © iStock-hadynyah

Alter: Der Hinduismus hat sich vor mehr als 3.000 Jahren in Indien entwickelt. 
Gott: Im Hinduismus gibt es unzählige Götter und Göttinnen. Auf Abbildungen und als Figuren erscheinen die Gottheiten der Hindus als bunte Figuren und Gestalten. Jeder Hindu verehrt eine von ihnen als seinen Lieblingsgott ganz besonders. Nach dem Glauben der Hindus steckt in jeder ihrer Gottheiten das große Ganze, welches das ganze Universum und alles darin verbindet.
Prophet: Gurus gelten nicht als Propheten, sie  sind eher eine Art erleuchtete Lehrmeister.
Messias: Hindus glauben an die Weltseele, die ewige Wiedergeburt, viele Götter und das Karma – nicht aber an einen Messias.
Buch: Shruti und Smriti. In den Shruti stehen die Botschaften der Götter, in den Smitri erzählen weise Menschen Geschichten.
Gebetstag: Gibt es nicht.
Anhänger: ca. 940 Millionen


Name: Buddhismus

Buddhismus

Siddhartha Gautama hat den Buddhismus gegründet und war der erste Buddha. © iStock-Oleh_Slobodeniuk

Alter: Der erste Buddha, Buddhist und Überlieferer des Buddhismus war Siddharta Gautama. Laut Überlieferung gelangte er vor rund 2500 Jahren am Himalaya unter einer Pappelfeige als erster Mensch zur wahren Erkenntnis aller Dinge.
Gott: Der Buddhismus ist eine Religion, in der es keinen Gott gibt.
Prophet: Es ist nicht ganz geklärt, ob Buddah ein Prophet ist. Buddha ist übrigens kein Name, sondern ein Titel. Er wird einem Buddhisten verliehen, der zur wahren Erkenntnis gelangt und damit erleuchtet ist.
Messias: Auch einen Messias gibt es im Buddhismus nicht.  
Buch: Pali-Kanon
Gebetstag: Gibt es auch nicht!
Anhänger: ca. 460 Millionen

Tags: Glaube, Gott, Angst


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