T-Shirts in einem Geschäft

Die Welt beim Klamotten-kaufen verändern. © Lauren Fleischmann

Artikel | | Redaktion

Fair shoppen

Oft werden unsere Klamotten unter erbärmlichen Arbeitsbedingungen produziert. Wenn du aufmerksam einkaufen gehst, kannst du etwas dagegen tun.

Zusammenfassung

  • Mehr als 100 Firmen verdienen an einer Hose Geld.
  • Wie kann die Jeans dennoch als Schnäppchen im Laden liegen?
  • Du kannst aktiv werden und fair produzierte und gehandelte Klamotten kaufen.

Eine Jeans für 15 Euro ist ein richtig verführerisches Schnäppchen. Aber wie ist das möglich, dass die Hose so billig ist? An  der Produktion eines Hemdes oder einer Hose sind oft weltweit mehr als 100 Firmen beteiligt, die alle daran Geld verdienen. Bis das fertige Kleidungsstück im Laden hängt, legt beispielsweise eine Jeans oft mehrere tausend Kilometer zurück: Die Baumwolle wird in Indien gepflückt, in China oder der Türkei zu Garn gesponnen, das Garn in Taiwan mit Indigofarbe aus deutscher Herstellung gefärbt, in Polen zu Stoffen verwebt, der Stoff auf den Philippinen zusammengenäht und die Jeans in Kroatien endgefertigt.

Dass die Hose am Ende  so günstig ist, liegt oft an den niedrigen Löhnen, die die Arbeiterinnen und Arbeiter, sehr häufig sogar Kinder, in den Textilfabriken in Asien verdienen. Die Zustände dort ähneln einer modernen Sklaverei: Die Menschen arbeiten in Hitze und Lärm, oftmals in einsturzgefährdeten Gebäuden, viele Stunden und zu einem Monatslohn, der kaum zum Überleben reicht. Viele werden beschimpft, gedemütigt oder sogar geschlagen.

Wenn man darüber nachdenkt, möchte man die Hose für 15 Euro vielleicht doch nicht mehr haben. Wenn du sicher gehen willst, dass deine Kleidung nicht unter solchen Umständen produziert worden sind, erfordert das ein bisschen Aufwand und einen genauen Blick. Aber es lohnt sich.

Du kannst dich beim Shoppen an diesen Initiativen orientieren:


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