Konfirmanden im Konfi-Unterricht

Konfiunterricht hat nichts mit dem Unterricht zu tun, den du aus der Schule kennst. © epd-bild / Werner Krüper

Artikel | 29.06.2016 | Sandra Kaufmann

Das erwartet dich beim Konfi-Kurs

Der Unterricht hat nichts mit Schule zu tun, er ist die Vorbereitung auf deine Konfirmation. Hier kannst du noch einmal neu über dich und deinen Glauben nachdenken, und hier lernst du die Kirche kennen.

Zusammenfassung

  • Im Konfi-Kurs kannst du die Kirche und deinen Glauben besser kennenlernen.
  • Auch wenn es oft Unterricht heißt, mit der Schule hat das nichts gemeinsam.
  • Ganz egal, wann und wie der Kurs stattfindet: Eine Konfi-Freizeit machen alle Gruppen.

Als du getauft worden bist, warst du vermutlich noch klein und hast davon wenig mitbekommen. Die Entscheidung, dass du getauft und damit ein Teil der christlichen Gemeinschaft wirst, haben deine Eltern für dich getroffen. Im Konfi-Unterricht hast du nun die Möglichkeit, den christlichen Glauben besser kennenzulernen und selbst darüber nachzudenken. Du kannst die Taufentscheidung deiner Eltern noch einmal überprüfen und nachvollziehen.

Taufen geht immer

Wenn deine Eltern beschlossen haben sollten, dich als Kleinkind nicht taufen zu lassen, kannst du trotzdem am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Du wirst dann entweder während der Konfirmandenzeit oder sogar erst im Konfirmationsgottesdienst getauft.

Jede Gemeinde regelt es anders

In vielen Kirchengemeinden beginnt mit dem neuen Schuljahr auch die Konfirmandenzeit. Als „Neueinsteiger“ hast du darüber vermutlich schon viel gehört, und vor allem viel Unterschiedliches. Das liegt daran, dass jede Kirchengemeinde diese Zeit selbst regelt. In manchen Gemeinden findet der Unterricht wöchentlich statt, in anderen alle vierzehn Tage, an so genannten Konfi-Tagen oder sogar in Konfi-Wochen. Einige Gemeinden teilen die zwei Jahre Unterricht sogar auf in den Vorkonfirmandenunterricht, der im 3. Schuljahr stattfindet, und den Konfirmandenunterricht, der dann im 8. Schuljahr zur Konfirmation führt. Es gibt da ganz viele unterschiedliche Modelle. Am besten informierst du dich, wie es in deiner Gemeinde läuft. Gut zu wissen ist aber: Eine gemeinsame Konfi-Freizeit machen alle!

Such dir deinen Konfispruch!

Übrigens, auch wenn es oft „Unterricht“ heißt, keine Angst: Mit dem Unterricht, den du aus der Schule kennst, hat das nichts zu tun. Es geht darum, dass die Konfis in den zwei Jahren im Konfi-Kurs die wichtigsten Grundlagen der evangelischen Kirche und des Glaubens kennenlernen. Dazu gehören das Abendmahl, die Taufe, die Kirche und die Gemeinde, Glaubensfragen, biblische Geschichten und welche Bedeutung diese Glaubensinhalte für das eigene Leben haben können. Außerdem suchst du dir in dieser Zeit auch deinen Konfirmationsspruch aus, einen Bibelvers, der dich dein Leben lang begleiten soll.

Gottesdienst statt Prüfung

Natürlich gehört in die Konfi-Zeit auch, dass du regelmäßig in den Gottesdienst gehst, das ist schließlich eine wichtige Veranstaltung in der christlichen Gemeinschaft. Die meisten Gemeinden wünschen sich, dass die Konfis zweimal im Monat zum Gottesdienst kommen. Am Ende der Konfirmandenzeit wartet selbstverständlich nicht etwa eine Prüfung auf dich, sondern der Konfirmationsgottesdienst, in dem du selbst deine Taufe und dein Bekenntnis zur christlichen Kirche noch einmal ganz bewusst bestätigst.

Tags: Handeln, Nachdenken, Gott, Know How


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