Pfarrerin Petra Kringel beantwortet deine Mail und sagt bestimmt nichts weiter.

Projekt Liebe

Ständig Zoff in der Beziehung? Diskussionen ohne Ende? Euer Partner versteht euch einfach nicht? Das könnte am falschen Lebensthema liegen. Denn eine Studie hat jetzt ergeben: Nur mit dem passenden Lebensthema bleibt die Beziehung stabil.

Die Jugendexpertin Barbara Keddi befragte über einen längeren Zeitraum Frauen zwischen 18 und 35 Jahren und ihre Partner. Dabei entdeckte sie, dass jede dieser jungen Frauen ein bestimmtes Thema hat, das ihr im Leben besonders wichtig ist. Insgesamt gibt es nur sieben solcher Lebensthemen, nämlich
  1. Familie (Partner und Kinder sind besonders wichtig)
  2. Familie und Beruf (legt Wert auf die Vereinbarkeit von Job und Familie)
  3. Beruf (die eigene berufliche Karriere steht im Mittelpunkt)
  4. Eigener Weg (Unabhängigkeit und Eigenständigkeit sind besonders wichtig)
  5. Gemeinsamer Weg mit Partner (wichtig sind Nähe und Verbundenheit zum Partner / zur Partnerin)
  6. Suche nach Orientierung (kann sich nur schwer entscheiden, sucht ständig nach Neuem)
  7. Alles soll bleiben, wie es ist (festhalten an dem, was man hat, Suche nach Beständigkeit)

(C) Kerygma

Paare, die das gleiche Lebensthema haben, werden sich meistens gut verstehen. Sie haben ähnliche Vorstellungen, Träume und Pläne. Das heißt nicht, dass es in solchen Beziehungen nie zu Streit und Krisen kommt. Aber ein gemeinsames Lebensthema ist ein gutes Fundament für eine Partnerschaft. Probleme können leichter gelöst werden, weil man vieles im Leben ganz ähnlich sieht wie der Partner oder die Partnerin.

Funktionieren kann eine Partnerschaft auch, wenn sich die Lebensthemen ergänzen. Beispiel: Ein Mann hat das Lebensthema „gemeinsamer Weg“. Er ist zusammen mit einer Frau, die ihren Schwerpunkt im „Beruf“ sieht. Diese Beziehung kann funktionieren, weil dem Mann das gemeinsame Leben wichtig ist und er deswegen auf die Lebensplanung seiner Partnerin Rücksicht nimmt. Gemeinsam diskutieren die beiden ihre Pläne und setzen sie auch gemeinsam um. Für beide ist dabei klar, dass die Frau die Richtung vorgibt.

Paare mit unterschiedlichen Lebensthemen sind dagegen nicht besonders stabil. Die Kombination „Beruf“ – Familie“ ist zum Beispiel keine gute Basis. In so einer Verbindung können beide Partner ihre Vorstellungen vom Leben nicht verwirklichen, sie blockieren sie sich gegenseitig. Und wo die gemeinsame Basis fehlt, helfen irgendwann auch Gespräche und Diskussionen nicht mehr. Krisen und Konflikte sind vorprogrammiert.

Vertrauen, Offenheit, Verständnis oder Treue sind für eine Partnerschaft besonders wichtig. Aber wer mit seinem Partner oder seiner Partnerin wirklich auf Nummer sicher gehen will, sollte zuerst mal fragen: „Schatz, was ist eigentlich dein Lebensthema?“


P.S.: Wer’s ganz genau wissen will, kann das alles nachlesen im Buch dem „Projekt Liebe“ von Barbara Keddi (261 Seiten, 12,90 Euro).

 

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