Fast niemand, der Religion unterrichtet, findet das Fach schwierig oder problematisch. Vielleicht liegt das daran, dass Religionslehrer/innen regelmäßig Fortbildungen machen? Mehr als die Hälfte von ihnen würde sogar gerne noch mehr Stunden geben. Das sagt eine Umfrage unter 4000 evangelischen und katholischen Reli-Lehrer/innen.
Reli-Lehrer unterrichten gern
Für ihren Unterricht finden sie wichtig, dass ihre Schüler/innen eine eigene Persönlichkeit entwickeln können. Religion wollen die Lehrer/innen nicht als reinen Wissensstoff vermitteln. Wer zum Reli-Unterricht geht, soll sich seinen Glauben selbst aneignen können. Denn nur wer dazu Gelegenheit hatte, wird sich auch aus seinem Glauben heraus in Kirche und Gesellschaft engagieren.
Ein Fach zum Reden
Die befragten Lehrerinnen und Lehrer gaben an, dass ihr Fach manchmal besonders gefragt ist. Nämlich immer dann, wenn irgendwo Unglücke passieren, wenn es Anschläge gibt oder Naturkatastrophen passieren. Wahrscheinlich ist es so, dass man im restlichen Unterricht eigentlich nicht über solche Ereignisse reden kann. Oder reden will. Aber dafür – und für einiges mehr – gibt es zum Glück ja den Religionsunterricht.