Nie mehr morgens vor Kleiderschrank stehen und überlegen: Was zieh’ ich heute an? Kein Marken-Wahn mehr im Klassenzimmer. Niemand wird mehr veralbert, weil er die falschen Klamotten trägt. Wie das alles gehen soll? Mit einheitlicher Schul-Kleidung.
… sagen zumindest die Religionslehrer und -lehrerinnen. Während sonst viel über lustlose, überforderte und ausgepowerte Pauker zu lesen ist, scheinen die Kollegen aus dem Fach Religion geradezu glückliche Menschen zu sein.
Manche kriegen schon am Wochenende oder früh am Morgen ein flaues Gefühl, wenn sie an die nächste Schulstunde denken. Denn sie wissen: dann geht der Terror wieder los, das Schikanieren, das Fertigmachen.
Sie heißen Samara, Damaris, Rebecca, Tim und Lucas. Aus Glaubensgründen haben ihre Eltern sie über zwei Jahre nicht zur Schule gehen lassen. Die Kinder sollten eine „keusche und reine Erziehung“ erhalten. Deshalb hat ihre Mutter sie zu Hause lieber selbst unterrichtet - ganz nach den Geboten der Bibel. Ein Gericht hat entschieden: Schule muss sein! Niemand darf wegen seiner religiösen Überzeugungen einfach daheim bleiben.