Pfarrerin Petra Kringel beantwortet deine Mail und sagt bestimmt nichts weiter.

Konfirmations-Unterricht: neu nachdenken über die eigene Taufe

Viele Konfirmandinnen und Konfirmanden sind schon als Kleinkinder getauft worden. Das war allerdings eine Entscheidung ihrer Eltern. Im Konfirmations-Unterricht hat man die Chance, den christlichen Glauben (besser) kennen zu lernen und selber darüber nachzudenken. Man kann die Tauf-Entscheidung der Eltern noch einmal überprüfen und nachvollziehen. 

Die meisten Jugendlichen lassen sich am Ende ihrer Konfi-Zeit konfirmieren, etwa 250.000 sind es pro Jahr in Deutschland. Sie bestätigen damit die Entscheidung ihrer Eltern: confirmare heißt im Lateinischen soviel wie bestärken, bestätigen, befestigen. In der Konfirmation sagt man also "Ja" zur eigenen Taufe.

Einen festen Konfirmationstag gibt es in der evangelischen Kirche nicht, allerdings liegt der Termin der Konfirmation meist rund um Ostern. Und auch hier gibt es die Verbindung zur Taufe: In der Frühzeit des Christentums war die Osternacht der einzige Tauftermin für Kinder und Erwachsene, die sich der christlichen Gemeinde anschlossen. Seit dem 7. Jahrhundert gab es in der Osternacht den Brauch, sich an die Taufe zu erinnern. Diese Tradition nimmt die Feier der Konfirmation rund um das Osterfest auf, denn auch die Konfirmation ist ja so etwas wie eine Erinnerung an die eigene Taufe. Drei Sonntage gelten traditionell als typische Konfirmationstermine:

Palmarum / Palmsonntag ( = der Sonntag vor Ostern ),
Quasimodogeniti / der "weiße Sonntag" ( = der Sonntag nach Ostern )
Trinitaits ( = der Sonntag nach Pfingsten ).

Es gibt jedoch keinen Grund, die Konfirmation nicht auch an einem anderen Sonntag zu feiern.

 

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