Thomas Barkowski beantwortet deine Mail und sagt bestimmt nichts weiter.

Nebenjob Gottesdienst?

Mal ehrlich: Manchmal fällt es schon schwer, sich sonntags früh aus dem Bett zu schleppen, um es noch pünktlich zum Gottesdienst zu schaffen. Wenn man mit dem Kirchgang wenigstens sein Taschengeld ein bisschen aufbessern könnte ... sagen wir: zehn Euro pro Besuch. Gibt's nicht? Gibt's doch!

Und zwar - wir hätten's uns ja denken können - in den USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dort zahlt ein schwarzer Bischof neuerdings allen weißen Gottesdienst-Besuchern fünf Dollar für einen Besuch im Sonntagsgottesdienst. Zehn Dollar gibt es sogar, wenn man sich während der Woche in der Kirche sehen lässt.

(C) Kerygma

Den Bischof hatte es schon lange gestört, dass in seinen Gospel-Gottesdiensten fast ausschließlich schwarze Gemeindemitglieder sitzen. Um das zu ändern, führte er die Belohnung für weiße Gottesdienst-Besucher ein. Und tatsächlich: Beim nächsten Gottesdienst saßen schon doppelt so viele Weiße in der Kirche wie sonst, nämlich zehn statt fünf.

Ob der Kirchgang gegen Bezahlung so eine gute Idee ist? Wie ernst meinen es wohl die Menschen, die nur wegen des Geldes zur Kirche kommen? Ist das Belohnen von Weißen nicht ungerecht gegenüber den schwarzen Christen, die leer ausgehen? Vielleicht sollte der Bischof nach ein paar Wochen mal den Test machen und die Belohnung wieder abschaffen. Dann wird sich ja zeigen, wie viele neue Gottesdienst-Besucher weiterhin zur Kirche kommen - ganz ohne "Bestechung".

 

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